Links des Neckar, rechts der Kama

Links des Neckar, rechts der Kama

Im März 2014 erhielt MATEC® von der ThyssenKrupp System Engineering GmbH den Auftrag, innerhalb kürzester Zeit eine Montagelinie in Bremen zu de­­montieren, nach Süddeutschland zu transportieren, bzw. zu remontieren und zu komplettieren. Nach diesem spannenden Projekt wartete tausende Kilometer östlich eine weitere Herausforderung in vergleichbarer Dimension. Das Ziel: Elabuga, Russland.

Die für die Endkunden der ThyssenKrupp System Engineering GmbH umzusetzende Anlage bestand aus Transportsystemen mit Kurven, Richtungswandler und Hub-­Dreh-Stationen, Elevatoren, Auto­matik­­­­­stationen, Handarbeitsplätzen sowie einer Semistation. Und es blieben nur 14 Tage, die komplexe, zeitversetzt parallele De- und Remontage vorzubereiten.

Entsprechend wurden Terminkoordination, Organisation der Montageabläufe sowie Einhaltung eigener und kundenspezifischer Arbeits-/Sicherheitsbestimmungen kontinuierlich überprüft. Besonderer Augenmerk galt der Überwachung der fachgerechten Arbeitsausführung – schließlich führt jede unerkannte Ungenauigkeit bei Mon­ta­­ge­­beginn zu Nacharbeiten, somit zu Ter­min­problemen und Mehrkosten.

MATEC® konnte die komplette Montage­linie qualitäts- und termingerecht über­­­geben; im Abschlussgespräch zeigte sich der Kunde äußerst zufrieden. Sein Urteil: MATEC® besitzt die für die Realisierung einer solchen Projekt­­größe notwendige Kom­­­­­­petenz und Flexibilität sowie das entsprechende Engagement.

So ging es mit den gewonnenen Er­kennt­­nissen gleich weiter – mit der De- und Re­­­montage des kompletten Trans­port­­­­systems einer Montage- sowie Zylin­der­kopf-Linie für einen anderen Endkunden der ThyssenKrupp System Engineering GmbH. Und zwar im russischen Elabuga am rechten Ufer der Kama. Auch dieses Mal blieben für die Vorbereitung nur zwei Wochen, wobei noch zusätzlich Visa- und Zollformalitäten erledigt werden muss­ten. Die parallelen Vorabnahmen durch den Endkunden waren eine weitere He­­rausforderung, da erst danach jeweils die Demontage erfolgen konnte. Doch die Montage in Elabuga startete planmäßig; für eine zügige Abwicklung wurden die dortige Baustelle personell durchgängig besetzt, auch über den Jahreswechsel.

So konnte auch dieses Projekt wie ge­­plant abgeschlossen werden – wieder­um zur Zufriedenheit des Kunden. Dieser attestierte MATEC® neben den not­­­­­wen­digen Kompetenzen auch das ge­­­­eig­nete Projektmanagement zur Rea­li­sierung von Auslandsbaustellen derartiger Pro­jektgrößen, sodass sich MATEC® für weitere derartige He­­­raus­­forderungen em­­­pfehlen konnte.

Die 21, teils mit Robo­tern bestückten Au­­tomatikstationen im Endkunden-­Werk muss­ten millimetergenau montiert werden, um eingespielte Arbeitsprozesse wieder stö­­­rungs­­­frei abzubilden, etwa

  • Getriebe übersetzen
  • Abdeckkappenmontage
  • Einschraubstützen verschrauben
  • Ölwanne montieren/verschrauben
  • Leckagen-Tests
  • Getriebe wiegen
  • Öl-Befüllungen
  • Entlüfter montieren
  • Adaptergehäuse Allrad stopfen/montieren
  • Endkontrolle

Dazu nahmen Kunde und MATEC®-Team ­während der laufenden Montage kontinuierlich Einstellarbeiten an der Anlage vor.

 

Russische Kälte, russische Wärme

„Was macht man, wenn ein Projekt im russischen Elabuga ansteht – 3.000 km fern der Heimat? Während der russische Winter vor der Tür steht? Man stellt sich der Herausforderung.“

„Zahlreiche Abstimmungen, enger Aus­­­­tausch mit Kunde und MATEC®-Pro­jekt­leitung sowie intensive Projekt­planung auf Basis des zertifizierten MATEC®-Pro­jektmanagementsystems sorgten dann doch für ein beruhigendes Gefühl. Viel Zeit zum Grübeln blieb auch nicht – unversehens saß ich im Flugzeug nach Moskau, von wo aus es weiter ins winterliche Elabuga ging. Schnee, in Deutschland zu dieser Zeit Mangelware, war hier in großen Mengen vorhanden. Doch menschlich von Kälte keine Spur, stattdessen wärmende russische Gastfreundschaft: Wir wurden freundlich empfangen von netten, jederzeit hilfsbereiten Menschen, wohnten in einem schönen Hotel, das mitteleuropäischem Standard entsprach, und gelangten täglich problemlos mit dem Taxi zur Baustelle.

Entsprechend konstruktiv war die tägliche Arbeit. Sie machte Spaß und ging zügig voran, sodass wir den Auftrag zu Beginn des neuen Jahres erfolgreich abschließen konnten. So wird mir dieses Projekt als gute Erfahrung in bester Erinnerung bleiben.“

„Schnee, in Deutschland zu dieser Zeit Mangelware, war hier in großen Mengen vorhanden.“

Sandro Lemke, 40 Jahre alt, ausgebildeter Mecha­niker, ist seit über zehn Jahren als Baustellen­leiter für MATEC® im Einsatz. Im Laufe dieser Zeit kann er auf weltweite ­Einsätze zurückblicken. Der erfahrene Monteur ist zudem schon seit Jahren Sprecher der Monteure.

MATEC. Ideen mit System.